Politik

116 Millionen Euro für Integration von anerkannten Flüchtlingen

08 / 01 / 2018 / 12:33

Region (pm/da) Das Land Baden-Württemberg stellt 116 Millionen Euro für sogenannte ,,Integrationsmanager“ bereit, die professionell Flüchtlinge betreuen, deren Alysverfahren abgeschlossen ist. Wie die beiden Karlsruher Abgeordneten der Grünen, Alexander Salomon und Bettina Lisbach, mitteilten, erfolgt die Förderung im Rahmen des Paktes für Integration und hat zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. Auch die Stadt Karlsruhe erhält 56.000 Euro.

Zentrale Aufgabe der Integrationsmanager soll die individuelle Sozialberatung der Geflüchteten sein. Dabei werden laut den Grünen persönliche Daten wie Qualifikation, Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss zusammen mit Zielen aufgeschrieben, die erreicht werden sollen. Unter anderem gehe es um Fragen des Spracherwerbs, der Integration in den Arbeitsmarkt und der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. ,,Das Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements in der Anschlussunterbringung ist bundesweit einzigartig“, sagte Lisbach. ,,Es trägt dazu bei, dass aus Geflüchteten möglichst bald gut integrierte Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.“

Karlsruhe: Vergleichsweise wenig Flüchtlinge in Anschlussunterbringung

Weil Karlsruhe Standort einer Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) ist, leben dort Angaben der Grünen zufolge vergleichsweise wenige Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung. Es handele sich hierbei vor allem um unbegleitete minderjähige Geflüchtete, die von den Integrationsmitteln des Landes profitieren können. Nach Ansicht von Salomon und Lisbach brauchen auch die Standorte der LEAs Unterstützung bei ihren speziellen Integrationsaufgaben, wie beispielsweise bei Maßnahmen zum Spracherwerb.

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