Panorama

Bundeswehr gegen Schnaken?

31 / 05 / 2019 / 11:30

Karlsruhe (pas/pm) Mehrere Politiker aus dem Großraum Karlsruhe fordern wegen der drohenden Schnakenplage schnelle Lösungen. Am drastischsten äußert sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung – er fordert die Ausrufung des Katastrophenfalls und damit den Einsatz der Bundeswehr. Die Bürgermeister aus mehreren Gemeinden im nördlichen Landkreis Karlsruhe bitten in einem offenen Brief an die Landesregierung um Hilfe.

Den Menschen am Oberrhein drohe die schlimmste Schnakenplage seit Jahrzehnten. Die Landesregierung müsse daher “umgehend alle notwendigen Ressourcen bereitstellen, um die Gefahr abzuwenden”, so Stefan Martus (Philippsburg), Ute Göbelbecker (Dettenheim), Michael Möslang (Linkenheim-Hochstetten) und Christian Eheim (Graben-Neudorf). Die Gesundheit tausender Menschen sei gefährdet, heißt es in dem Schreiben, das an Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Manne Lucha (Grüne) adressiert ist. Es bleibe nur noch wenig Zeit, um die “drohende Katastrophe” abzuwenden.

Auch der Bundestagsabgeordnete Jung sieht die Landesregierung in der Pflicht. Die müsse den Katastrophenfall ausrufen, um die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk einsetzen zu können. “Wir brauchen jetzt pragmatische und unbürokratische Hilfe sowie zusätzliche Ressourcen, um in den kommenden sieben Tagen die Schnakenplage und eine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung noch abwenden zu können”, so Jung.

Das Rheinhochwasser und die Regenfälle der letzten Tage hatten für ideal Bedingungen für Schnakenlarven gesorgt. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) ist seit Jahren besonderes bei diesen Bedingungen im Einsatz. Der erfolgt zu großen Teilen aus der Luft – aktuell ist das wegen zweier defekter Hubschrauber allerdings nur sehr eingeschränkt möglich.

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