Kleinflugzeug prallt gegen Baumarkt-Fassade: Drei Tote bei Flugzeugunglück in Bruchsal

20 / 07 / 2019 / 13:50

Bruchsal (pol/amf) Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Bruchsal sind am frühen Samstagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Das Leichtflugzeug war bisherigen Erkenntnissen zufolge beim Landeanflug auf den örtlichen Segelflugplatz aus bislang ungeklärter Ursache gegen die Fassade eines in der Nähe befindlichen Baumarkts geprallt. Für die drei aus Bayern stammenden Insassen kam jede Hilfe zu spät – sie waren sofort tot.

Am späten Samstagabend konnten die Leichen aus dem Flugzeugwrack geborgen und identifiziert werden. Demnach handelt es sich bei den Opfern laut Polizei um einen 80-jährigen Mann, der mit hoher Wahrscheinlichkeit der Pilot des Leichtflugzeugs war, sowie um seine 60-jährige Lebensgefährtin und deren 32-jährigen Sohn.

Flugzeug sollte in Dachau landen

Nach aktuellen Ermittlungen war das Leichtflugzeug – ein überwiegend aus Holz gebauter Tiefdecker aus der Produktion eines ehemaligen französischen Herstellers – in der Nähe von Olpe (Nordrhein-Westfalen) gestartet und hatte Dachau (Bayern) als Zielflughafen. Warum der Pilot zu einer offenbar außerplanmäßigen Landung in Bruchsal ansetzte und warum diese missglückte, ist noch unklar. Die Wrackteile des Flugzeugs wurden mittlerweile von der Unglücksstelle abtransportiert und sollen nun von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) begutachtet werden. Die weiteren Ermittlungen zur Unglücksursache übernimmt das Kriminalkommissariat Bruchsal.

Baumarkt vorsorglich geräumt

Aus dem Flugzeugwrack trat zunächst Flugbenzin aus, das die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bruchsal mit einem Schaumteppich abdeckten und die Ausbreitung mit Bindemittel stoppten. Im Baumarkt befanden sich zum Unglückszeitpunkt mehrere hundert Kunden. Von den Mitarbeitern wurde der Markt umgehend geräumt und noch vor Eintreffen der Polizei war der Markt zur Sicherheit geleert. Von der Feuerwehr wurde der Brandschutz sichergestellt und die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Für betroffene Mitarbeiter und Zeugen, die das Unglück gesehen haben, wurden Notfallseelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Von der Notfallseelsorge wurden insgesamt 15 betroffene Personen und Augenzeugen versorgt. Beim Aufprall des Fliegers wurden glücklicherweise keine weiteren Menschen im Baumarkt verletzt.

 


 

 

 

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