Blaulicht

Feuerwehr warnt: Vorsicht beim Betreten von Eisflächen auf Gewässern

21 / 01 / 2019 / 10:42

Baden-Baden (pm/ij) Frostige Temperaturen. Die sind auch in den kommenden Tagen in der Region rund um Baden-Baden zu erwarten. Teiche und Gewässer beginnen zuzufrieren. Doch genau hier warnt die Feuerwehr. Die Eisdecken sind oft nur sehr dünn und können das Gewicht beim Betreten nicht tragen.

Besonders gefährdet seien die Kinder, so die Stadt in ihrer Mitteilung. Sie überschätzen die noch viel zu dünne Eisdecke. Auch wenn in Ufernähe das Eis fest erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon anders aussehen. Bricht das Eis weg, fällt man unweigerlich ins Wasser. Die Folge ist eine lebensgefährliche Unterkühlung“, warnt Friedrich Tannenberg, stellvertretender Kommandant der Baden-Badener Feuerwehr. „Erwachsene sollten deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und die Eisflächen erst dann betreten, wenn über mehrere Wochen Dauerfrost herrscht. Eltern müssen ihre Kinder auf die tödliche Gefahr hinweisen.“

Beim Betreten von Eisflächen appelliert Friedrich Tannenberg an die Bevölkerung, auf Folgendes zu achten: „Das Eis muss mindestens 15 Zentimeter dick sein. Das Betreten von Eisflächen, die dunkle Stellen oder Risse aufweisen, ist lebensgefährlich. Menschenansammlungen wie beim Schlittschuhlaufen sind ebenso lebensgefährlich wegen der Gefahr der Überlastung. Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt, sollte die Eisfläche keinesfalls betreten werden.

Wer sich bereits auf dem Eis befindet, sollte sich flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und zum Ufer robben. Sollte es dennoch zu einem Unfall gekommen und eine Person im Eis eingebrochen sein, sind unverzüglich die Feuerwehr und der Rettungsdienst über den Notruf 112 zu verständigen. Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Die Eisfläche darf nur mit einer Unterlage (beispielsweise mit einer Leiter oder Brettern) betreten werden, um das Gewicht zu verteilen. Gerettete Personen sollte man nicht laufen lassen, sondern, wenn möglich, in warme Decken hüllen.“

 

Bild: Pixabay: distel2610

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