Panorama
c: Pixabay

Hasenpest in Karlsruhe festgestellt: Auch Menschen können sich infizieren

12 / 04 / 2019 / 12:53

Karlsruhe (pm/ame) Nachdem 2018 in Karlsruhe die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen werden konnte, gibt das Ordnungs- und Bürgeramt nun erneut einen Fund bekannt: Der Krankheitserreger, das Bakterium Francisella tularensis, wurde bei einem im Hardtwald verendet aufgefundenen Feldhasen festgestellt.

Es handelt sich bislang sich um ein einzelnes Tier und keine vermehrten Todesfälle innerhalb der Feldhasen- und Wildkaninchenpopulationen, die auf die Tularämie zurückzuführen sind. Obwohl es sich bei der Tularämie vorrangig um eine Erkrankung bei wildlebenden Kleinnagern handelt, können auch Menschen erkranken, die mit infizierten Tieren direkten Kontakt hatten. Anzeichen einer möglichen Infektion beim Menschen sind grippeähnliche Beschwerden. Ist ein Arztbesuch notwendig, sollte dieser darüber informiert werden, wenn innerhalb von 14 Tagen vor Krankheitsbeginn Kontakt mit einem verendeten Wildtier bestand.

Hunde und Katzen sind weitgehend resistent

Das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen der Stadt Karlsruhe rät, tote oder erkrankte Tiere (Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen), die ein mangelndes oder sogar fehlendes Fluchtverhalten zeigen, auf keinen Fall zu berühren. Die Gefahr für Hunde, die Kontakt mit einem infizierten Kadaver hatten, ist gering, da diese, ebenso wie Hauskatzen, gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein scheinen. In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Gelbsucht, Nasenausfluss, Husten sowie Haut- und Schleimhautgeschwüren. Die Veterinäre des Ordnungs- und Bürgeramtes raten Hundehaltern dennoch, ihre Tiere im Wald nicht ohne Aufsicht zu lassen und Kontakte mit toten Wildtieren zu verhindern.

Ein weiteres Infektionsrisiko können mit dem Krankheitserreger verunreinigte Pfützen darstellen. Ausreichender Zeckenschutz bei Hunden und Katzen kann dazu beitragen, eine Infektionskette zu unterbinden. Auskünfte zum aktuellen Geschehen in Karlsruhe erteilt das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen telefonisch unter 0721/133-7101 oder per E-Mail an luv@oa.karlsruhe.de. Weitergehende Informationen zur Krankheit sind auch beim Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (www.fli.de) und, zur Bedeutung beim Menschen, beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de) erhältlich.

Weitere Artikel

Rheinbrücke: Bald keine Staus mehr

Panorama
10 / 12 / 2019 / 17:52

Karlsruhe/Wörth am Rhein (mw) Die Bauarbeiten auf der Fahrbahn der Rheinbrücke Maxau stehen kurz vor dem Abschluss. Zwar betrifft das konkret nur die Autofahrer, dennoch soll sich der Verkehr ab dem 28.Dezember wieder beruhigen.

Baden TV Aktuell - Montag

Baden TV Aktuell
09 / 12 / 2019 / 18:56

Die Nachrichten des Tages mit Amin Mir-Falah und unter anderem diesen Themen: Vollumbau Wildparkstadion geht mit Spatenstich in nächste Runde / Wurst und Steak auf der Tierschutz-Weihnachtsfeier.

Drogenkonsumraum öffnet am Montag

Panorama
06 / 12 / 2019 / 17:06

Karlsruhe (msc) Der Gemeinderat stimmte schon in Frühjahr 2018 einstimmig dafür. Heute, rund eineinhalb Jahre später, wurde er offiziell eingeweiht: Der erste Drogenkonsumraum in Baden Württemberg. Im sogenannten K76, der den Namen aufgrund seines Standorts in der Kriegsstraße 76 in (…)

Baden TV Aktuell - Donnerstag

Baden TV Aktuell
05 / 12 / 2019 / 18:59

Die Nachrichten des Tages mit Andreas Eisinger und unter anderem diesen Themen: Bildungsmissstand auch in Baden-Württemberg / WhatsApp Sprechstunde mit OB Mergen.