Panorama

Heimische Laubbaumarten zunehmend durch Hitze und Trockenheit gefährdet

04 / 08 / 2019 / 13:51

Rastatt (mlr/ck) Der Sommer macht den Bäumen in der Region schwer zu schaffen: Durch Hitze und Trockenheit leiden nicht nur Fichten und Tannen, auch unsere Laubbaumarten sind jetzt zunehmend gefährdet. Im Landkreis Rastatt sterben neben der Esche jetzt auch vielfach Buchen und Eichen ab. Der Ahorn hat mit der so genannten “Rußrindenkrankheit” zu kämpfen.

„Der durch den Klimawandel verursachte Trocken- und Hitzestress sowie eingeschleppte Krankheiten bereiten einigen unserer wichtigsten Laubbaumarten ernstzunehmende Probleme. In der Rheinebene mit ihren hohen Eschenanteilen sind die Auswirkungen des Eschentriebsterbens besonders gravierend und weithin sichtbar. Großflächig sterben ganze Bestände ab“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL,  anlässlich eines Vor-Ort-Termins im Landkreis Rastatt. Bei der Baumart Ahorn breite sich die Rußrindenkrankheit rasend schnell aus und die Eiche habe gleich mit mehreren Schädlingen zu kämpfen. War bisher in der Rheinebene der Hardtwald ein ‚hotspot‘ des Waldschutzes, komme nun auch der Laubwald der Rheinaue immer mehr in Bedrängnis.

„In der Rheinebene müssen Bäume bei extremem Wetter und auf sandigen, nährstoffarmen Böden wachsen können. Extremjahre bringen das empfindliche Ökosystem an seine Grenzen“, erklärte der Minister. Beziehe man den Klimawandel auf ein Baumleben, sei er in seiner Rasanz eine neue Erscheinung. Die natürliche Anpassung über mehrere Baum-Generationen hinweg könne nicht stattfinden und überfordere das Ökosystem Wald in weiten Teilen. „Wo die angestammten Baumarten an ihre Grenzen stoßen, muss gezielt nach Alternativbaumarten geforscht werden“, so Hauk.

„Die Gesellschaft darf die Waldbesitzer mit dieser ernsten Krise nicht alleine lassen. Es handelt sich nicht um ein temporäres und auch nicht um ein lokales Ereignis. Ganz Deutschland ist betroffen. Deshalb ist auch die solidarische Unterstützung für die Waldbesitzer durch den Bund gefordert“, betonte Hauk. Baden-Württemberg wolle entsprechend auf den Bund zugehen und eine schnelle finanzielle Beteiligung einfordern Das Land sei im Gespräch mit den Verbänden. Ein Notfallplan für die Wälder Baden-Württembergs sei in Vorbereitung.

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