Wissenschaft

Intelligente Mülleimer: Auftakt zur Smart City

29 / 01 / 2018 / 14:47

Karlsruhe (pm/da) Die Stadtwerke Karlsruhe arbeiten daran, die Fächerstadt mithilfe einer neuen Funktechnologie namens ,,LoRaWAN“ intelligent zu vernetzen. Die Abkürzung steht laut einem Sprecher der Stadtwerke für die international normierte Funktechnik ,,Long Range Wide Area Network“, ein flächendeckendes Funknetzwerk, in dem kleinste Sensoren über weite Strecken funken. Mithilfe des Netzwerks wollen die Stadtwerke in der Fächerstadt eine Infrastruktur schaffen, die Karlsruhe zur ,,Smart City“ macht.

So sollen beispielsweise Parkplatzsensoren, die freie Parkplätze melden, Feuchtigkeitsmesser in Räumen oder die Funkfernüberwachung von Trafostationen möglich werden. ,,Das bekannte W-LAN ist räumlich stark begrenzt, eine LoRaWAN Antenne hingegen kann Daten über Entfernungen von bis zu 20 Kilometern empfangen“, sagte Andreas Hallwachs von der SWK-Novatec, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Karlsruhe. Seiner Aussage nach ist die Belastung durch Strahlen minimal und beträgt ein Bruchteil der Mobilfunkstrahlung. Weil es sich um kleine Datenmengen handle, könnten die Batterien der Sensoren auch über längere Zeit die benötigte Energie liefern; die Datenpakete würden verschlüsselt vom Sender zur Antenne verschickt und auf sicheren Leitungen zu den Servern der Stadtwerke weitergeleitet. Mithilfe der LoRaWAN-Technologie sollen Netzwerkspezialisten des Netzservices der Stadtwerke eine Möglichkeit haben, einfach und kostengünstig das Stadtnetz aus der Ferne zu überwachen, damit sie drohende oder eingetretene Ausfälle der Trafostationen frühzeitig erkennen und schneller beheben können.

Abfallbehälter der Verkehrsbetriebe melden selbstständig Füllstand

Am weitesten Fortgeschritten ist nach Angaben der Stadtwerke das Projekt ,,Smart Waste“. Hier würden Ultraschall-Sensoren in Abfallbehältern der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) installiert, beispielsweise in Unterflurcontainern an den Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Die Sensoren übermittelten dann in regelmäßigen Abständen Informationen zum aktuellen Füllstand des Mülleimers und informierten Mitarbeiter der VBK darüber, wenn der Mülleimer voll sei, so die Stadtwerke. Damit könnten die Entleerungszeiten und Fahrrouten optimiert werden: ,,Wir können unser Personal effektiver einsetzen und unnötige Leerfahrten zu wenig frequentierten Müllcontainern vermeiden. So lassen sich auch Benzinkosten und Abgasemissionen reduzieren“, so VBK-Projektleiter Stefan Oberacker.

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