Wirtschaft

Karlsruher Influencerin mischt Modebranche auf

09 / 10 / 2018 / 14:20

Karlsruhe (cm) Wenn ein junger Mensch aus der Region sich derzeit einen Namen in der Welt der sozialen Medien und hier insbesondere im Bereich Mode und Fitness macht, dann ist es wohl die Karlsruherin Pamela Reif. Sie zählt zu den erfolgreichsten Influencern des Landes und hat sich ein eigenes kleines Imperium aufgebaut. Spätestens jetzt kann gesagt werden, dass sie einen Einfluss darauf hat, was der Modetrend von morgen sein wird.

Pamela Reifs Geschichte

Die Karlsruherin Pamela Reif ist gerade einmal 22 Jahre und schon jetzt eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Sie prägt die Mode- und die Fitnesswelt – und das nicht nur in Karlsruhe, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus. Noch vor wenigen Jahren allerdings sah das anders aus.

Im Jahr 2013 nämlich lernte die heute erfolgreiche Influencerin für ihr Abitur. Sie hatte damals, außer unter ihren Klassenkameraden und in einem kleineren Kreis noch kaum einen Namen, obwohl sie bereits zu diesem Zeitpunkt Fotos auf ihren Instagram-Account hochlud und dafür hin und wieder ein Like bekam. Erfolgreich war sie allerdings schon damals, indem sie etwa ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abschloss. Bald darauf legte sie mehr Wert auf ihr Hobby Fitness und auf ästhetische Fotos auf Instagram und ihren Blog, auf dem sie Tipps für Frauen zum Training und zur Ernährung gab und noch immer gibt.

Ein neuer, ganz entscheidender Bereich ist allerdings hinzugekommen: Die Mode. Influencer, die auf Instagram unterwegs sind, erfüllen immer automatisch auch eine Vorbildfunktion in Sachen Mode, Make-Up und anderen Trends dar. Fans bewundern nicht nur die gestählten und schönen Körper, sondern wünschen sich auch, die getragenen Produkte und Marken nachkaufen zu können. Indem Influencer Deals mit Unternehmen und Herstellern eingehen, können sie ihr Hobby zum Beruf machen und heute vom „Influencen“ leben. Und gerade, wenn es um die Verbindung zwischen Mode und Fitness geht, weiß die Karlsruherin Bescheid. Seien es lässig getragene, knappe Sportpullover, Leggings und Sneaker oder etwa auch Trikots, die heute von Männern und Frauen nicht nur noch zum Sportmachen getragen werden – Pamela Reif kennt die aktuellen Trends und stellt ihr gutes Auge und ihren Geschmack auf ihren über 1000 Fotos auf Instagram unter Beweis.

Auch sie lebt inzwischen von ihrem Dasein als Vorbild für vor allem junge Frauen. Dass dieses Dasein allerdings nicht nur einfach heißt: Foto machen, hochladen, Likes einsacken, Geld bekommen, vergessen viele. Denn neben der ständigen und hochqualitativen Fotoproduktion stehen auch Pressetermine, Geschäftsreisen und das Schreiben von Blogbeiträgen an. Ein Fulltimejob also.

Influencer und die Modebranche

Um sich die Gehalts- und Einfluss-Dimensionen genauer vorstellen zu können, in denen die erfolgreichsten Influencer weltweit sich heute bewegen, kann man die Italienerin Chiara Ferragni als Beispiel heranziehen. Sie hat knapp 14 Millionen Follower auf Instagram, die regelmäßig ihre Beiträge betrachten und gegebenenfalls nachkaufen, für was sie wirbt. Damit hat sie ein Einkommen von vermutlich bis zu sechs Millionen Euro jährlich. Die Gehälter vieler deutscher DAX-Vorstände liegen beispielsweise im Regelfall deutlich unter einem solchen Einkommen.

Und nicht nur das: Ferragni hat mit Mode nur insoweit zu tun, dass sie über Mode gebloggt hat, die Kleidung diverser Marken gekonnt trägt und damit zu einem bekannten Model auf Instagram wurde. Weder aber ist sie gelernte Designerin, noch Modejournalistin. Und dennoch wurde sie für die 13. Ausgabe der berühmten Casting-Show „Project Runway“ im Jahr 2014 als Gastjurorin eingeladen. Und auch auf Fashionweeks rund um den Globus verdrängen Influencer hin und wieder schon gelernte Models und laufen für angesagte Labels.

Dass die Modeszene auch in näherer Zukunft stark von Influencern geprägt sein wird, steht außer Frage. Als ein positiver Punkt ist vielleicht hervorzuheben, dass auch Zielgruppen mit ihren Likes und Kommentaren mehr Einfluss auf bestimmte Branchen haben, als zuvor.

Fotocredit: fotolia.de © Syda Productions 

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