Die Kombilösung

Kombilösung: Unterirdische Haltestellen erhalten ihr Innenleben

18 / 08 / 2018 / 11:32

Karlsruhe (pm/ame) Die sieben künftigen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung erhalten ihr Innenleben: An einigen Stellen ist inzwischen schon gut erkennbar, was die Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) später einmal bei der Nutzung der neuen Anlagen der Kombilösung erwartet. So ist in den Haltestellen Kongresszentrum, Durlacher Tor, in der Zwischenebene über dem Gleisdreieck schon gut die endgültige Wandgestaltung der Treppenaufgänge und der Zwischenebenen zu erkennen.

Die Handwerker, die mit einem Meißel die vom Rohbau mit glatter Oberfläche hinterlassenen Betonwände aufrauen („stocken“), sind derzeit in den Haltestellen Kronenplatz und Europaplatz aktiv und arbeiten Quadratmeter für Quadratmeter die großen Flächen ab, in dem sie die oberen zwei, drei Millimeter des Betons abplatzen lassen.

Aufzüge schon an Ort und Stelle

Für den Komfort der Fahrgäste sind die Monteure der Rolltreppen und der Aufzüge zuständig: Sie haben wie im Durlacher Tor bereits Aufzüge in die dafür vorgesehenen Schächte „hineingestellt“ oder bereiten diese Schächte wie derzeit in der Haltestelle Kronenplatz mit Spachtel- und Malerarbeiten auf die Montage vor. In der Haltestelle Durlacher Tor werden auch die ersten Rolltreppen eingebaut: Diese werden vormontiert angeliefert und mit Seilzügen dann auf die betonierten Schrägen gelegt. In die späteren Betriebsräume werden wie an der Haltestelle Kronenplatz Doppelböden eingebaut, unter denen elektrische Kabel geführt werden können.

Bahnsteige werden betoniert

Viele Flächen haben die Handwerker zu bearbeiten, die mit der Verkleidung der Wände in den Haltestellen beauftragt sind: Die mit hunderten Bohrlöchern an der Wand zu befestigende Unterkonstruktion aus Stahl wird derzeit in den Haltestellen Durlacher Tor und im Kongresszentrum erstellt. Dem Anwachsen des Stroms der unterirdisch tätigen Handwerker entspricht das allmähliche Abrücken der Arbeiter, die noch den Rohbau ausführen. Lediglich in der Haltestelle Ettlinger Tor werden noch einige wenige Zwischenwände betoniert, zudem haben die Arbeiter noch die Betonage der Bahnsteige auf dem Plan.

Spundwände sichern Baugrube nach außen

Erheblich mehr Beton wird in der Kriegsstraße verbaut: Zwar ist der Autotunnel-Abschnitt im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße im Rohbau hergestellt und wird derzeit mit Erdreich überschüttet, so dass auch der letzte verbliebene Turmdrehkran am Dienstag, 28. August, abgebaut werden kann. Dafür geht es aber gleich nebenan im Baufeld W 3 zur Sache: Zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden Bohrschablonen für die exakte Lage der Bohrpfähle hergestellt. Die so in der Erde errichteten Bohrpfahlwände und die in eine Schlitz- beziehungsweise Dichtwand eingesetzten Spundwände – auch an ihnen wird bereits gearbeitet – sichern die Baugrube nach außen und bilden außerdem die nach außen liegende Schalung beim Bau der Tunnelwände.

 

Foto: In der Haltestelle Durlacher Tor werden Fahrtreppen eingebaut. // Quelle: Kasig

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