Wissenschaft

Murgtal: Teststrecke für Hybrid-Oberleitungs-LKWs geplant

12 / 04 / 2018 / 12:14

Murgtal (pm/da) Im Hinblick auf die im Murgtal geplanten Teststrecke für Hybrid-Oberleitungs-LKWs (eWayBW) hat das baden-württembergische Verkehrsministerium am Mittwoch die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand informiert. Nach Angaben eines Sprechers beteiligt sich auch Daimler an der Teststrecke über die B462, die auf einer Länge von 6 Kilometern elektrifiziert wird. Auf der Teststrecke sollen über drei Jahre hinweg elektrisch betriebene Hybrid-Oberleitungs-LKWs und ein rein batteriebetriebener LKW unter Realbedingungen getestet werden.

Auf dem elektrifizierten Teil der Strecke sollen die elektrisch betriebenen LKWs ihren Strom aus Oberleitungen bekommen. Parallel sollen die Fahrzeuge ihre Batterie aufladen, so dass sie sich auch auf dem Streckenabschnitt ohne Oberleitungen fortbewegen können. Ab 2020 wollen die Speditionen Fahrner Logistics und Huettemann Logistics laut dem Ministerium die Hybrid-Oberleitungs-Lkws in ihren Unternehmen einsetzen. Auch die Daimler AG beteiligt sich an dem Projekt: Das Unternehmen will bis 2020 einen rein batteriebetriebenen LKW mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern entwickeln, der ebenfalls an dem Pilotprojekts eWayBW teilnehmen soll. Auf diese Weise sollen Wissenschaftler die Chance erhalten, die unterschiedlichen Antriebskonzepte unter gleichen Einsatzbedingungen im Realbetrieb zu testen und direkt miteinander zu vergleichen.

Fraunhofer und FZI mit an Bord

Wissenschaftlich begleitet wird der Versuch laut dem Verkehrsministerium durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Fraunhofer ISI, der PTV Transport Consult GmbH, dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie. Die Kosten für die Einbindung der Daimler AG wollen sich der Automobilhersteller und das Land Baden-Württemberg teilen. Das Vergabeverfahren für die Elektrifizierung soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres durchgeführt werden; anschließend will das Land mit der baulichen Umsetzung beginnen. Ende 2019 soll die Anlage für drei Jahre in Betrieb genommen werden. Nach derzeitigem Stand soll sie nach dem Projekt wieder abgebaut werden.

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