Blaulicht

Nach Flugzeugunglück in Bruchsal: Todesopfer identifiziert

20 / 07 / 2019 / 22:45

Bruchsal (pol/amf) Nach dem Flugzeugunglück in Bruchsal am Samstagnachmittag sind die drei Todesopfer mittlerweile identifiziert worden. Wie die Polizei am späten Abend mitteilte, handelt es sich bei den allesamt aus Bayern stammenden Toten um einen 80-jährigen Mann, der mit hoher Wahrscheinlichkeit der Pilot der verunglückten Maschine war, sowie um seine 60-jährige Lebensgefährtin und deren 32-jährigen Sohn. 

Nach aktuellen Ermittlungen war das Leichtflugzeug – ein überwiegend aus Holz gebauter Tiefdecker aus der Produktion eines ehemaligen französischen Herstellers – in der Nähe von Olpe (Nordrhein-Westfalen) gestartet und hatte Dachau (Bayern) als Zielflughafen. Warum der Pilot zu einer offenbar außerplanmäßigen Landung in Bruchsal ansetzte und warum diese missglückte, ist noch unklar. Die Wrackteile des Flugzeugs wurden mittlerweile von der Unglücksstelle abtransportiert und sollen nun von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) begutachtet werden. Die weiteren Ermittlungen zur Unglücksursache übernimmt das Kriminalkommissariat Bruchsal.

Baumarkt vorsorglich geräumt

Das Leichtflugzeug war beim Landeanflug auf den örtlichen Segelflugplatz gegen die Fassade eines in der Nähe befindlichen Baumarkts geprallt. Für die drei Insassen kam jede Hilfe zu spät – sie waren sofort tot. Aus dem Flugzeugwrack trat zunächst Flugbenzin aus, das die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bruchsal mit einem Schaumteppich abdeckten und die Ausbreitung mit Bindemittel stoppten. Im Baumarkt befanden sich zum Unglückszeitpunkt mehrere hundert Kunden. Von den Mitarbeitern wurde der Markt umgehend geräumt und noch vor Eintreffen der Polizei war der Markt zur Sicherheit geleert. Von der Feuerwehr wurde der Brandschutz sichergestellt und die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Für betroffene Mitarbeiter und Zeugen, die das Unglück gesehen haben, wurden Notfallseelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Von der Notfallseelsorge wurden insgesamt 15 betroffene Personen und Augenzeugen versorgt. Beim Aufprall des Fliegers wurden glücklicherweise keine weiteren Menschen im Baumarkt verletzt.

 

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