Panorama

NEO2018 verliehen: Projekte für modernes Wohnen, Arbeiten und Produzieren ausgezeichnet

07 / 12 / 2018 / 11:27

Baden-Baden (pm/ame) Die TechnologieRegion Karlsruhe hat gestern Abend in der Akademiebühne Baden-Baden den Innovationspreis NEO verliehen. Gewonnen hat das Projekt „Mobilitätsfördernde Zukunftsquartiere durch integrierte ÖPNV-EVA-Shuttle Busse“, das ein Konsortium aus Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Forschungszentrum Informatik (FZI), Robert Bosch GmbH, Ioki und TÜV Südwest durchführt. Der erstmals verliehene Sonderpreis ging an den Badischen Landesverein für Innere Mission und sein Projekt „Miteinander leben in der Südweststadt“.

In diesem Jahr wurden beispielhafte Projekte für modernes Wohnen, Arbeiten und Produzieren gesucht. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert.

„Zukunftsquartiere müssen sich wandeln, um angesichts der sich verändernden Rahmenbedingungen und der Bedürfnisse der Bevölkerung attraktiv zu bleiben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der TechnologieRegion und Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Preisverleihung. „Klimawandel, Mobilitätswende, gute Erreichbarkeit, sozialgerechtes Wohnen, Digitalisierung, Anforderungen einer grünen Stadt, zukunftsweisende Arbeitsstandorte und demografische Veränderungen verlangen aktuelle Antworten und neue Lösungswege.“

Ziel der TechnologieRegion Karlsruhe sei es, so Mentrup weiter, den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb zu positionieren und hier ein Zukunftslabor für die Themen Energie, Mobilität und Digitalisierung zu schaffen. Wichtige Aspekte bei der Entwicklung von Quartieren seien gemischte Nutzung, vertikales Bauen, kleinere Wohn- und Büroeinheiten, mehr Mobilität sowie Energieeffizienz und CO₂-freie Energieproduktion, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Vor rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft stellten anschließend die vier Finalisten des NEO2018 in Video-Clips ihre eindrucksvollen Wettbewerbsbeiträge zum Thema Zukunftsquartiere vor. Den Innovationspreis der TRK gewann das Projekt „Mobilitätsfördernde Zukunftsquartiere durch integrierte ÖPNV-EVA-Shuttle Busse“, das ein Konsortium aus Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Forschungszentrum Informatik (FZI), Robert Bosch GmbH, Ioki und TÜV Südwest durchführt: Elektrische, vernetzte und autonom fahrende Mini-Busse holen die Nutzer an der Haustür ab und fahren sie zum nächsten Verkehrsknotenpunkt. Vor allem für Menschen mit Einschränkung bedeutet das eine Erleichterung. Durch E-Antrieb aus Solarstrom fährt das Shuttle schadstofffrei, zudem reduziert es den Stadtverkehr, da es die Fahrwünsche vieler Nutzer optimiert. Indem das Konzept auf bestehende Strukturen aufbaut, gelingt eine fließende Transformation zum innovativen Zukunftsquartier. Die Jury ist sich einig, dass die beispielhafte Integration von Mobilität, Energie und Digitalisierung der EVA-Shuttles aufzeigt, wie zukunftsfähige Quartiersentwicklung und damit lebenswerter Städtebau aussehen kann.

Zum ersten Mal wurde dieses Jahr auch ein NEO-Sonderpreis vergeben. Er ging an den Badischen Landesverein für Innere Mission und sein Projekt „Miteinander leben in der Südweststadt“. Fast 30 ehrenamtlich getragene Nachbarschaftsgruppen, Quartiersabende, fest angestellte Mitarbeiter und kostenlos nutzbare Räume schaffen hier ein tragfähiges Beziehungs- und Unterstützungsnetz in der Nachbarschaft.

Die Jury möchte mit diesem Preis ausdrücken, dass zukunftsfähige Quartiere neben allen technologischen Entwicklungen auch Strukturen für die Kommunikation zwischen Institutionen und Bürgern brauchen. „Diese sozialen Infrastrukturen sichern die Beteiligung an der Weiterentwicklung des Stadtteilumfeldes und bedingen dadurch ein hohes Maß an Identifikation und Lebensqualität“, findet die Jury.

 

Bild: Den Innovationspreis der TRK gewann das Projekt „Mobilitätsfördernde Zukunftsquartiere durch integrierte ÖPNV-EVA-Shuttle Busse“. (v.l.n.r) Franz W. Rother, Jochen Ehlgötz, Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Dr. Alexander Pischon, Dr. J. Marius Zöllner, Ascan Egerer und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Quelle: ARTIS-Photographie

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