Panorama

Neue Eisbären im Karlsruher Zoo

28 / 05 / 2020 / 12:12

Karlsruhe (pm/mw) Charlotte und Blizzard (Foto) heißen die neuen Eisbären im Karlsruher Zoo. Eisbär Kap verlässt hingegen den Karlsruher Zoo und zieht nach Hamburg um, um dort für Nachwuchs zu sorgen.

Kap lebte seit dem Tod von Nika im vergangenen November allein auf der Anlage im Zoo Karlsruhe. Beim 19 Jahre alten Eisbären sind vor allem seine Gene besonders interessant, da er das einzige Männchen aus der “Moskauer Linie” ist, die ansonsten in den europäischen Zoos nicht vertreten ist. Bei einer vor wenigen Wochen durchgeführten Fruchtbarkeitsuntersuchung hat sich zudem gezeigt, dass Kap über sehr gute “Manneskraft” verfügt.

„Wir hätten gerne mit ihm hier in Karlsruhe gezüchtet“, erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Die Entscheidung des Zuchtbuchführers ging aber in eine andere Richtung. In Hamburg soll Kap nun mit dem Weibchen Viktoria für Nachwuchs sorgen. Experten vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) hatten in der Vergangenheit sogar bereits eine künstliche Befruchtung von Viktoria mit dem Sperma von Kap versucht. Daraus entwickelte sich jedoch keine Trächtigkeit. „Kap ist unheimlich wichtig für die Erhaltungszucht der Eisbären in Menschenobhut. Daher stellen wir unsere eigenen Zuchtbemühungen auch gerne etwas hinten an und wünschen dem Tierpark Hagenbeck viel Erfolg, dass es bald auf natürlichem Weg Nachwuchs von Viktoria und Kap in Hamburg gibt“, betont Reinschmidt.

Der Zoo Karlsruhe wird vorerst mit Blizzard und Charlotte nicht züchten. Blizzard hat sich in Hamburg als unfruchtbar erwiesen, Charlotte hat aktuell keine Empfehlung aus dem Internationalen Zuchtbuch, das alle Eisbärenhaltungen in wissenschaftlich geführten Zoos koordiniert. „Wir freuen uns jetzt erst einmal, so ein schönes Pärchen bei uns zu haben. Dennoch bleiben wir weiter mit dem Zuchtbuchführer im Gespräch, welche Möglichkeiten sich in der Zukunft wieder für die Zucht in Karlsruhe ergeben“, so Reinschmidt, der auf die lange Tradition der Eisbärenzucht in der Fächerstadt verweist.

 

Foto: Tierpark Hagenbeck/Götz Berlik

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