Politik

Staatstheater: CDU will Kostensteigerung nicht weiter tragen

25 / 07 / 2020 / 07:45

Karlsruhe (pm/mcs) Die CDU-Fraktion äußerste jüngst harsche Kritik am Verhalten des  Verwaltungsrates des Badischen Staatstheater – insbesondere an Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD). Zugleich wurde gestern von Seiten der Union Kritik an der vergangene Woche bekanntgegebenen Kostenexplosion bei Erweiterung und Sanierung des Staatstheaters laut.

Die CDU-Fraktion reagiere mit Entsetzen über die neu veranschlagten Gesamtkosten zur Erweiterung und Sanierung des Staatstheaters. Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch sehe sich zur weiteren Finanzierung nicht bereit.

„Die CDU-Fraktion ist nicht mehr bereit, die Kostensteigerung von fast 200 Millionen Euro mitzutragen. Noch vor drei Jahren beliefen sich die Kosten auf 325 Millionen im Maximum, heute werden rund 500 Millionen Euro Gesamtbaukosten veranschlagt. Darin sind noch nicht die Kosten für eine längere Bauzeit und Kosten für Interimslösungen, Personal und für Freianlagen einbezogen. Es wird also alles noch teurer. Die CDU-Fraktion macht bei dieser Kostenexplosion nicht mehr mit.“

Die Verwaltung solle stattdessen darlegen, was sich mit dem bisher bewilligten Geld erreichen lasse.

„Das Prinzip ‚wünsch-Dir-was, gezahlt wird eh ist ans Ende gekommen. Es soll nur noch gebaut werden, was bezahlt werden kann.“ So der Fraktionsvorsitzende weiter.

Mitglied des Verwaltungsrates des Badischen Staatstheaters zu den baulichen Prioritäten

„Absoluten Vorrang bei den Umbauten des Staatstheaters müssen die Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Künstlerinnen und Künstler, die Aktualisierung des Brandschutzes und die Verbesserung der Technik haben. Das steht für uns außer Frage. Bei allem Weiteren müssen Abstriche gemacht werden.“ So Stadtrat und Mitglied des Verwaltungsrates des Badischen Staatstheaters Dr. Thomas Müller in einem Statement.

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