Panorama

Tunnelhavarie: Keine strafrechtlichen Konsequenzen

11 / 01 / 2018 / 14:36

Rastatt/Baden-Baden (pm/da) Die Tunnelhavarie bei Rasttat hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Eigenen Angaben zufolge stellte die Staatsanwaltschaft Baden-Baden das Verfahren gegen Verantwortliche der Deutschen Bahn (DB) ein. Es gebe keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, dass sie sich im Zusammenhang mit der Gleisabsenkung strafbar gemacht hätten.

Bei Bauarbeiten am Rastatter Tunnel hatten sich auf der Rheintalstrecke Mitte August die Gleise über der Baustelle abgesenkt, weil Wasser eingedrungen war. Die Deutsche Bahn musste die Zugstrecke – eine der Hauptverkehrsachsen Europas für den Güterverkehr – deshalb mehrere Wochen lang sperren. Anfang Oktober wurde die Strecke für den Zugverkehr wieder freigegeben. Infolge der Tunnelhavarie gingen bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden mehrere, teils anonyme, Strafanzeigen gegen den Infrastrukturvorstand der DB Holding AG sowie gegen weitere Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG, der DB Netz AG und der am Tunnelbau beteiligten Unternehmen ein.

Keine Personen oder Sachen gefährdet

Wie sie heute bekannt gab, wies die Staatsanwaltschaft Baden-Baden die Anzeigen Mitte November zurück, weil sie keinen Anfangsverdacht für eine Straftat sah: ,,Die in den verschiedenen Strafanzeigen vorgebrachten Behauptungen und Vermutungen wie auch die in der Presseberichterstattung bekannt gewordenen Vorgänge ergaben nach eingehender Prüfung keine zureichenden Anhaltspunkte, dass sich in diesem Zusammenhang Personen wegen Straftaten des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr oder der fahrlässigen Baugefährdung strafbar gemacht haben könnten“, schreibt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung. Maßgeblich für diese Entscheidung sei unter anderem gewesen, dass es keine Anhaltspunkte dafür gegeben habe, dass Personen oder Sachen von bedeutendem Wert konkret gefährdet worden seien. Auch hätte nicht die Gefahr bestanden, dass Züge und Reisende zu Schaden kommen würden, weil die Strecke wenige Minuten später gesperrt wurde, nachdem das Eintreten von Wasser festgestellt worden war. Erst nach der Sperrung seien die Gleise abgesackt.

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