Blaulicht

Von Auto erfasst: Fußgängerin tot – Kleinkind schwer verletzt

14 / 07 / 2018 / 08:11

Gaggenau (pol/vg) Wie die Polizei mitteilt ist bei einem Verkehrsunfall am Freitagabend eine 54-jährige Frau ums Leben gekommen. Sie wurde auf dem Gehweg von einem Auto erfasst. Das Kind, das sie im Kinderwagen dabei hatte, ist lebensgefährlich verletzt. 

Der Unfall ereignete sich kurz vor 21 Uhr in der Goethestraße in Gaggenau. Ersten Ermittlungen zufolge ist ein noch unbekannter Autofahrer von der Fahrbahn abgekommen und auf einem parallel verlaufenden Gehweg mit einer Fußgängerin und deren mitgeführten Kinderwagen kollidiert. Das berichtet die Polizei. Hierbei zogen sich die 54-Jährige und das von der Frau betreute Kleinkind schwerste Verletzungen zu. Die Frau ist noch auf dem Weg ins Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber  ins Krankenhaus gebracht und schwebt noch in Lebensgefahr.

Update 10.15 Uhr: Das Baby ist seinen schweren Verletzungen heute Morgen erlegen. Wie die Polizei berichtet, ist der Säugling in den Morgenstunden des heutigen Samstags gestorben. Wie bereits berichtet, starb die Großmutter des sieben Monate alten Jungen bereits kurze Zeit nach dem Unfall an den Folgen ihrer schweren Verletzungen auf dem Weg in ein Krankenhaus.

Täter ermittelt
Zwischenzeitlich konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, sich nach dem Unfall unerlaubt entfernt zu haben, berichtet die Polizei.

Nachdem am Ort des Geschehens das Kennzeichen des mutmaßlichen Verursacherfahrzeuges aufgefunden werden konnte, gelang es den Beamten der Polizeireviere Gaggenau und Rastatt den Besitzer des Wagens und möglichen Fahrer gegen 23.30 Uhr ausfindig zu machen und vorläufig festzunehmen. Der 47-Jährige wurde im Rahmen der Fahndung mitsamt seines schwer beschädigten Fahrzeugs bei einem Bekannten im Raum Gaggenau angetroffen. Während der Verdächtige eine Beteiligung an dem Geschehen abstreitet, arbeiten Ermittler von Verkehrs- und Kriminalpolizei sowie ein Sachverständiger an der Rekonstruktion des tragischen Ereignisses. Die bisherigen Ermittlungen lassen vermuten, dass der Verdächtige seinen Renault kurz vor 21 Uhr über die Goethestraße gesteuert hatte und letztlich die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Hierbei dürfte es zu der folgenschweren Kollision gekommen sein, in deren Folge der nunmehr ermittelte Verdächtige geflüchtet sein dürfte. Ob dieser zum Unfallzeitpunkt möglicherweise unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen stand, müssen die Ergebnisse erhobener Blutproben zeigen. Das berichtet die Polizei.

Der 47-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen. Das mutmaßlich von ihm zum Unfallzeitpunkt gesteuerte Fahrzeug wurde beschlagnahmt und wird derzeit kriminaltechnisch untersucht. Der an dem Wagen entstandene Sachschaden dürfte etwa 10.000 Euro betragen. Die Ermittlungen dauern an.

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