Die "Spielregeln" unserer Wahlinterviews

Wir haben uns für Sie auf den Weg gemacht – von Bruchsal, über Pforzheim bis hinunter in den Nordschwarzwald nach Calw, um die antretenden Kandidaten unter die Lupe zu nehmen. 

Das haben wir uns vorgenommen
Ihnen zu zeigen, welche Gesichter und Menschen, welche politischen Ideale und Überzeugungen hinter all den Namen stecken, die am 24. September auf Ihren Wahlzetteln stehen. Wir haben uns die Kandidaten mit kritischen und teils zugespitzten Fragen vorgeknöpft, um für Sie herauszufinden: Wofür steht der- oder diejenige – wofür aber eben auch nicht? Für welche Menschen und Belange aus ihren Wahlkreisen wollen sich die Kandidaten in Berlin einsetzen?

Das sind die Wahlkreise in unserem Gebiet
Bruchsal-Schwetzingen mit rund 196.000 Wahlberechtigen. Karlsruhe-Land mit knapp 210.000 Wahlberechtigten. Der Wahlkreis Karlsruhe-Stadt, der mehr als 205.000 Stimmberechtigte beherbergt. Rastatt mit rund 207.000 wahlberechtigten Bürgern. Pforzheim mit mehr als 220.000 Wahlberechtigten sowie Calw mit rund 198.000 potentiellen Wählern.

Das sind die Parteien, mit deren Kandidaten wir gesprochen haben
Wir haben mit den Kandidaten der vier im Bundestag vertretenen Parteien gesprochen: die CDU, die SPD, die Linkspartei sowie die Grünen. Hinzu kommt die FDP, die 2013 erstmals den Einzug in den Bundestag verpasst hatte und nun um den Wiedereinzug kämpft sowie die AfD, die sich in diesem Jahr anschickt, als potentiell sechste Partei den Reichstag zu erweitern. Da allen weiteren antretenden Parteien keine reellen Chancen eingeräumt werden, die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken, haben wir sie in unserer Interviewreihe nicht berücksichtigt.

Das sind die Regeln
Unsere oberste Prämisse ist es, eine für alle Parteien faire Berichterstattung zu gewährleisten. Wir haben allen Kandidaten daher dieselbe Anzahl an Fragen gestellt. Ausgenommen waren die erstmals antretende AfD und die Partei, die 2013 im jeweiligen Wahlkreis das schlechteste Ergebnis erzielt hatte – hier haben wir im Vergleich zu den vier anderen Parteien jeweils eine Frage weniger gestellt. Das liegt darin begründet, dass wir diese beiden Interviews – ob der Tatsache, dass wir fünf Live-Sendungen pro Woche haben (Montag bis Freitag) – gemeinsam an einem Tag ausstrahlen. Weil die Länge der einzelnen Gespräche maßgeblich von der Ausführlichkeit der Antworten abhing, die wir von den Kandidaten bekommen haben, fallen manche fertigen Interviews kürzer aus, manche wiederum länger. Die Schere haben wir immer nur dann angesetzt, wenn es wirklich nötig war. Nicht zuletzt haben wir auch deshalb bei allen Interviews davon abgesehen, Nachfragen zu stellen. Wir haben die Antworten der Kandidaten bewusst als deren persönliche Standpunkte stehen gelassen, weil wir ansonsten Gefahr gelaufen wären, einem einzelnen Kandidaten und damit einer einzelnen Partei womöglich mehr Zeit einzuräumen als den konkurrierenden.

Das wird in den nächsten Wochen folgen
In den kommenden sechs Wochen stellen wir jeweils einen einzelnen Wahlkreis vor. Die Reihenfolge, gemäß derer das erfolgt, haben wir ausgelost. Den Auftakt macht Bruchsal-Schwetzingen. Danach folgen Calw (Kalenderwoche 32), Karlsruhe-Land (KW 33), Rastatt (KW 34), Pforzheim (KW 35) und abschließend Karlsruhe-Stadt (KW 36).
Wir werden die Interviews bis zum 24. September mit Beiträgen rund ums Wahlgeschehen in der Region ergänzen – beispielsweise mit den anstehenden Besuchen der Spitzenkandidaten und zusätzlichen Hintergrundberichten. Auch hier ist unser oberstes Ziel eine weiterhin kritische, aber zugleich ausgewogene und faire Berichterstattung.