Panorama
cof

Warnstreik im Bankgewerbe wegen stockender Tarifverhandlungen

08 / 04 / 2019 / 11:22

Karlsruhe (pm/ame) Über 750 Bank-Beschäftigte beteiligen sich heute an den Warnstreiks im Raum Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Bereits am Freitag hatten über 800 Mitarbeiter bei den Bausparkassen Wüstenrot und Schwäbisch Hall ihre Arbeit niedergelegt.

Am zweiten ganztägigen Warnstreik in Baden-Württemberg im Bankgewerbe beteiligen sich heute über 750 Beschäftigte der Banken im Raum Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim, nachdem bereits am Freitag über 800 bei den Bausparkassen Wüstenrot und Schwäbisch Hall die Arbeit niedergelegt hatten. Damit nehmen die Beschäftigten im Land an bundesweit stattfindenden Warnstreiks teil, um den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April zu erhöhen. Anlass sind die stockenden Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken.

Auf der Kundgebung in Stuttgart sagte ver.di Landesfachbereichsleiter Frank Hawel vor der Zentrale der bestreikten LBBW, deren Analyst öffentlich bedauert hatte, dass es mit dem deutschen Arbeitsrecht nicht einfach werde 30.000 Stellen abzubauen durch eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank: “Genau diese Denke ist es, die auch die Tarifverhandlungen bestimmt, und gegen die sich wachsender Protest erhebt. Wenn Beschäftigte für ihre Arbeitgeber nur noch und ausschließlich ein lästiger und zu beseitigender Kostenfaktor sind, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht mehr.”

ver.di fordert in der Tarifrunde sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits– und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Weitere Artikel

Fridays for Future trotz Corona

Corona
24 / 04 / 2020 / 18:21

Karlsruhe (mw) Für Klimastreiks sind in den vergangenen Jahren unzählige Menschen gemeinsam auf die Straße gegangen. Im Zuge der "Fridays for Future" - Bewegung, sollen die Streiks auch während der Corona-Pandemie fortgesetzt werden. Da das in Gruppen auf der Straße (…)

Marxzell: Rentner entsorgt Hose und 8.000 Euro im Altkleidercontainer

Blaulicht
20 / 02 / 2020 / 16:40

Marxzell (pol/ms) In Marxzell ist einem Rentner am Mittwochmorgen ein kurioses Missgeschick unterlaufen. Wie die Polizei mitteilte, entsorgte der 76-Jährige versehentlich 8.000 Euro in einem dortigen Altkleidercontainer. Das Geld hatte der Mann zum Schutz vor Einbrechern unter einer alten Hose (…)

Pforzheim: Preise für Baugrundstücke und Wohnimmobilien steigen weiter an

Wirtschaft
09 / 08 / 2019 / 10:21

Pforzheim (pm/ms) Die Bauland- und Immobilienpreise in Pforzheim sind auch 2018 gestiegen. Das geht aus dem neuen Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswertermittlungen hervor. Demnach haben sich die Bauplatzpreise im vergangenen Jahr um fünf Prozent verteuert. Die Preise von Ein- und Zweifamilienhäusern im Bestand stiegen um (…)