Kultur

Weltkultur-Erbe: Baden-Baden reicht 2019 Bewerbung ein

29 / 11 / 2017 / 19:18

Baden-Baden (pm) Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen der Welterbebewerbung der „Great Spas of Europe“ erreichten die elf bekanntesten Bäderstädte Europas bei einem Treffen in Bad Ems am 28. und 29. November. In einer Pressemitteilung heißt es: “Die Oberbürgermeister freuen sich, dass die Vollständigkeitsüberprüfung der Unesco-Bewerbungsunterlagen erfolgreich war und nun das Einreichen der Welterbebewerbung möglich ist.

Die Oberbürgermeister von Baden bei Wien, Spa, Franzensbad, Karlsbad, Marienbad, Vichy, Bad Ems, Bad Kissingen, Baden-Baden, Montecatini Terme und Bath bekräftigten ihre Verpflichtung, das Ziel des Welterbestatuses zu erreichen. Die beteiligten Bäder- und Kurstädte bilden die Spitze der qualitativen europäischen Badeorte, ausgewählt von internationalen Experten.“

Als Vorsitzender der Bürgermeister-Lenkungsgruppe sagte Petr Kulhanek, Oberbürgermeister von Baden-Badens tschechischer Partnerstadt Karlsbad: „Die großen Bäderstädte Europas sind ein einzigartiger Vorstoß für die Unesco von herausragendem universellem Wert. Der Erfolg wird unseren Bürgern und lokalen Gemeinschaften Vorteile bringen. Wir sind uns des Werts unserer Arbeit und der Präsentation der Gruppe berühmter Kurorte sicher und setzen unsere Nominierung mit einem anspruchsvollen und herausfordernden Zeitplan fort.“

„Die großen Bäderstädte Europas sind,“ so Kulhanek weiter, “ein außergewöhnliches Zeugnis für die Entwicklung der Zivilgesellschaft in ganz Europa, einschließlich bemerkenswerter Architektur, gesunder grüner Umgebungen, wie Parks, Gärten und Wälder, medizinischer Versorgung und Gesundheitsfürsorge, der Verschmelzung sozialer Barrieren und die Schaffung eines modernen europäischen Tourismus.“

Es ist das erste Mal, dass elf Städte der Unesco ein solch kompliziertes Konzept vorschlagen werden. Wegen der Unterschiede in der Gesetzgebung in jedem der sieben teilnehmenden Länder wird nun der Projektzeitplan fortgeführt, um im Jahr 2019 das Einreichen der Bewerbungsunterlagen abschließen zu können. Die Repräsentanten der Bäderorte wissen um den Wert des Welterbe-Statuses für die beteiligten Städte und deren Bürger, die Gastronomie, Hotellerie und Handel sowie letztlich auch für das Gesamtbild, die Identität und das Prestige, das für die Kurstädte herausgestellt wird.

Aus diesem Status ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile. Die Oberbürgermeister sind sich sicher, dass das Einbeziehen der Bürger in die Bewerbung ein wesentlicher Punkt in diesem komplexen Prozess ist, und haben vor Ort entsprechende Initiativen entwickelt, um das Verständnis und aktive Unterstützung für die Unesco-Bewerbung zu fördern.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen hebt die Bedeutung der gemeinsamen Bewerbung hervor und fügt hinzu: „Wir wollen eine qualitätsvolle und überzeugende Bewerbung aller elf Städte einreichen. Dabei sind die individuellen Stärken und Besonderheiten jeder Stadt herauszuarbeiten.“

Weitere Artikel

Vom Licht umfangen

Kultur
08 / 06 / 2018 / 17:40

Baden-Baden (da) ,,Auf eine gewisse Art und Weise vereint Licht die spirituelle Welt mit der flüchtigen, physischen Welt" - das sind die Worte des Künstlers James Turrell aus Amerika. Ab morgen und bis zum 29. Oktober sind seine Werke im (…)

Kinderliteraturtage in Karlsruhe gestartet

Kultur
07 / 06 / 2018 / 17:33

Karlsruhe (vg) Die Kinderliteraturtage in Karlsruhe, abgekürzt "KLiK" sind heute offiziell eröffnet worden. Den Anfang haben heute eine Ausstellung und zwei Inszenierungen des Jungen Staatstheaters gemacht. Bei rund 150 Workshops, Aufführungen und Lesungen bis Ende Juni, wollen die Verantwortlichen Kinder (…)

Künstler der Schlosslichtspiele stehen fest

Kultur
07 / 06 / 2018 / 11:30

Karlsruhe (pm/ms) Mit László Zsolt Bordos und Jonas Denzel stehen die letzten Künstler der diesjährigen Schlosslichtspiele Karlsruhe fest. Die neue Spielzeit steht unter dem Motto „Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic“. Auf Deutsch übersetzt: Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von (…)

164.000 Euro für Volksschauspiele Ötigheim

Kultur
06 / 06 / 2018 / 09:55

Stuttgart/Ötigheim (pm/da) Das Land Baden-Württemberg will die Volksschauspiele Ötigheim nahe Rastatt mit 164.000 Euro fördern. Nach Angaben des Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel (Grüne) beschloss das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Zuschuss am Dienstag. Mit dem Geld soll eine neue (…)