
Karlsruhe wächst weiter gegen den Trend
Karlsruhe (pm) Viele Großstädte der Republik klagen über Bevölkerungsschwund, Karlsruhe dagegen entwickelt sich weiterhin gegen den Abwärtstrend.
Die Einwohnerzahl der Fächerstadt wächst seit Jahren. Allein 2013 nahm die Bevölkerung in Karlsruhe um 3.180 Personen zu, in den letzten zehn Jahren insgesamt um rund 14.000. Dieses Wachstum entspricht der Größenordnung eines gesamten Stadtteils und liegt höher als etwa die Einwohnerzahl der Waldstadt. Ende 2013 lebten mit 310.227 Personen so viele Menschen wie noch nie zuvor im Karlsruher Stadtgebiet. Dies belegt das Statistische Jahrbuchs 2014 des Amts für Stadtentwicklung.
Besonders in der Südstadt, der Oststadt und in Neureut ist die Bevölkerung in den letzten fünf Jahren aufgrund der regen Bautätigkeit in diesen Stadtteilen deutlich gewachsen. Vor allem im östlichen Teil der Südstadt und im Neureuter Kirchfeld entstanden zahlreiche neue Wohnungen.
Infolge der anhaltenden Zuzüge aus dem Ausland hat sich die Nationalitätenstruktur der Karlsruher Bevölkerung verschoben. Zwar lagen Personen aus den klassischen Gastarbeiterländern Türkei und Italien noch an der Spitze, doch bildeten Personen aus Rumänien am Jahresende 2013 die drittgrößte Ausländergruppe in der Fächerstadt, gefolgt von Staatsangehörigen aus Polen, Kroatien, Serbien-Montenegro, Frankreich, Russland und China.
Seit Jahren steigen die Zahlen der Studentinnen und Studenten an Karlsruher Hochschulen an und erreichten mit 41.785 eingeschriebenen Studierenden zum Wintersemester 2013/14 einen neuen Rekordstand. Fast 60 Prozent aller Immatrikulierten (24.528) studierten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Mit Blick auf die Bereiche Wirtschaft und Arbeit ist Karlsruhe mit zuletzt 229.300 Erwerbstätigen unangefochtenes Beschäftigungszentrum am Mittleren Oberrhein. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg auf einen neuen Rekordstand von 165.135 Personen am Arbeitsort an.