Kraftwerk am Karlsruher Rheinhafen - Abschaltung geplant
Karlsruhe (pm/vg) EnBW plant die Außerbetriebnahme der Gas- und Dampfturbinen Anlage am Karlsruher Rheinhafen. Der Weiterbetrieb der Anlage sei wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Aufsichtsräte müssen dieser Entscheidung erst noch zustimmen. Die Fernwärmeversorgung am Standort Karlsruhe wäre auch bei einer Abschaltung unverändert gesichert.
Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Anlage mit 353 Megawatt) RDK 4S der EnBW im Karlsruher Rheinhafen soll zum gesetzlich nächstmöglichen Zeitpunkt außer Betrieb genommen werden. Die Entscheidung des EnBW-Vorstands steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des EnBW-Aufsichtsrats und des Aufsichtsrats der Stadtwerke Karlsruhe, die mit einem Eigentumsanteil von 25 Prozent an RDK 4S beteiligt sind.
Insbesondere durch das anhaltend niedrige Strompreisniveau stehen konventionelle Kraftwerke in Deutschland unter starkem wirtschaftlichem Druck. Die EnBW prüft daher ihren gesamten konventionellen Kraftwerkspark regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit und hat seit 2014 bereits sechs Kraftwerksblöcke in Marbach, Walheim und Heilbronn (Block 5 und 6) wegen fehlender Wirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet.
Nach Zustimmung der Gremien wird die geplante Außerbetriebnahme von RDK 4S bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) und dem Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW angezeigt werden. Der Entscheidung zur Außerbetriebnahme von RDK 4S ist eine eingehende Analyse über den kompletten Zeitraum bis zum technischen Lebensdauerende der Anlage vorausgegangen. Hierbei wurden auch alle potenziell möglichen Alternativen zu einer Außerbetriebnahme geprüft. Die übrigen Kraftwerksblöcke am Standort (RDK 7 und RDK 8) sind von dem Außerbetriebnahmebeschluss nicht betroffen. Da RDK 4S nicht der Fernwärmeversorgung dient, ist diese am Standort Karlsruhe unverändert gesichert.