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      Lars Notararigo

      Karlsruhe

      Klimaneutralität bis 2030: Staatssekretärin begutachtet Fortschritt bei Gebäuden des Landes

      Karlsruhe (ln) Für Neubauten sind Photovoltaikanlagen seit 2022 Pflicht, Photovoltaikanlagen. Bei Altbauten oder sogar denkmalgeschützten Gebäuden war der Aufwand lange Zeit zu groß, als das sich Solarzellen lohnen würden. Nun, da das Land Baden-Württemberg sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 klimaneutral zu werden, kann die Regierung aber auch auf älteren Fassaden nicht mehr auf Photovoltaik verzichten. Auch in Karlsruhe werden die Dächer immer öfter für Solarenergie bestückt. Heute kam die Finanzsekretärin in die Fächerstadt, um sich die Fortschritte anzusehen.

      Die Fassade der Landesanstalt für Umwelt in Karlsruhe verwandelt einen Tag in elektrische Energie. Denn von der Süd- bis zur Westseite der Fassade wurden Photovoltaik-Platten aus schwarzem Glas installiert, die zu verschiedenen Tageszeiten aus verschiedenen Richtungen beschienen werden. Genau wie die Solarflächen auf dem Dach der LUBW wurden sie 2019 vom Landesbetrieb Vermögen und Bau in Auftrag gegeben. Ihr Ziel: Zur Klimaneutralität landeseigener Gebäude beitragen.

      Schon jetzt erzeugen die Anlagen an Wand und Dach genug Strom, um den Bedarf der LUBW Karlsruhe aufs Jahr gerechnet zu decken. Ihr Ertrag genüge für circa 25 drei-Personen-Haushalte. Ein Nachteil, bei bewölktem Wetter gewinnen sie bis zu 60 Prozent weniger. Ganz ähnliches gilt für die PV-Anlagen, die seit Juli 2023 auf vier Dächern der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe Sonnenstrahlen sammeln. Die Elektrizität, die sie liefern wird in Echtzeit auf einem Bildschirm wiedergegeben. Ein Vorteil: Die Nutzung älterer Gebäude für Solarenergie erzeugt weniger graue Emissionen. Allerdings gebe es auch Herausforderungen.

      Weiterhin müssen Solarzellen laut Vorgaben des Verbandes der Elektrotechnik immer in der Lage sein, ihre Gewinne ins öffentliche Netz einzuspeisen. Um das zu garantieren, sind gerade bei älteren Gebäuden oft Anpassungen oder neue Bauteile nötig. Etwa bei der Pädagogischen Hochschule oder der Badischen Landesbibliothek – Spletts drittem Ziel. Die Landesbibliothek hat den zweckgebundenen Nachteil, in der Planungsphase 2016 zum Denkmal erklärt worden zu sein.

      Die Kosten der einzelnen PV-Anlagen liegen jeweils im sechsstelligen Bereich. Allerdings dürfe man diese Kosten nicht isoliert betrachten, da viele Bau- und Sanierungsmaßnahmen um sie herum geschehen. Außerdem bringe Photovoltaik allein keine völlige Klimaneutralität. Auch Wärme müsse erneuerbar gewonnen werden und bebaute Flächen müssen so effizient wie möglich genutzt werden. Dafür braucht es neue Strategien. Solarenergie aus der Fassade zu gewinnen, also vielleicht nur eine erste innovative Idee.

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