Karlsruhe
Nach Geiselnahme in Karlsruhe: Prozess verschoben
Karlsruhe (ln) Das Geiseldrama von Karlsruhe nähert sich nach einem Jahr seinem gerichtlichen Abschluss – zumindest sollte es das laut Zeitplan. Nun erkrankte allerdings ein am Verfahren beteiligter Schöffenrichter. In Konsequenz wurden die Termine für die letzten Verhandlungstage verschoben. Wie kann das sein und was ist überhaupt ein Schöffenrichter?
Der Prozess um den Geiselnehmer in Karlsruhe nähert sich seinem Abschluss. Im März vergangenen Jahres hat der 21-jährige Angeklagte insgesamt elf Personen über mehrere Stunden in der Karlsruher Congressapotheke festgehalten. In bisher vier Prozesstagen arbeitete das Karlsruher Landgericht die Tat auf. Heute sollten laut Zeitplan die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung vorgetragen werden. Am morgigen Donnerstag sollte dann das Urteil fallen. Nun wurden beide Termine auf bisher unbestimmte Zeit verschoben. Grund: Ein wegen Krankheit ausgefallener Schöffenrichter.
Für den Rest der Verhandlung werde man also abwarten müssen, bis besagter Schöffenrichter genesen ist. Entsprechend könne auch das Landgericht selbst keinen genauen Termin vorhersagen. Sobald der Schöffenrichter wieder bereit ist, wolle man aber schnellstmöglich neue Termine ansetzen. Um den Prozess um den Karlsruher Geiselnehmer zu einem Ende bringen.