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      Ettlingen

      Präventionswoche an der Schule: Ettlinger Wirtschaftsgymnasium nimmt sich Zeit, Schüler auf die Herausforderungen des wahren Lebens vorzubereiten

      Ettlingen (ln) Betrachtet man einen Übergriff von außen ist man oft hilflos und weiß nicht, wie man reagieren soll. Besonders in einem Bus, wo man der Situation oft nicht entkommen kann. Glücklicherweise sind diese Handgreiflichkeiten nicht echt, sondern werden von Schauspielern des Theaters Q-Rage ausgeführt. Das Ziel_ Schülern der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen nahebringen, wie man in solchen Fällen Zivilcourage zeigt. Dabei fragen sie die Schüler selbst, in welchen Situationen man danach handeln sollte. Die Antworten kommen schnell: Bei sexueller Belästigung, Diskriminierung und Rassismus oder Gewalt. Dazu improvisieren die Schauspieler Situationen hier im Bus. Sie möchten ihnen einen Raum geben, auszuprobieren, wie sie handeln können.

      Sie sollen lernen, gewaltloser und aus Pöllingers Sicht sinnvoller vorzugehen. Beispiele: Sich die Situation als Zeuge genau einprägen, nach Möglichkeit den Busfahrer kontaktieren, anzuhalten, um so den Fluchtweg zu öffnen. Oder die Polizei zu rufen. Wichtig: Man kann nur helfen, indem man sich selbst nicht in Gefahr begibt. Pöllinger ist sicher: Das lernt man nicht in der Schule. Daher möchte die Theatergruppe selbst Impulse geben und hofft mit wenig viel zu erreichen. Was schnell klar wird: Das Stück schlägt bei den Schülern an. Gerade deshalb, da es im echten Umfeld des Linienbusses und nicht auf einer Bühne stattfindet.

      Veranstaltet wird das Impro-Stück von der Hilfsorganisation Weißer Ring. Sie ist eine von 28 Akteuren, die bei der Präventionswoche hier in der Wilhelm-Röpke-Schule ein Projekt leiten. Diese Präventionswoche möchte den 800 Schülern der WRS Vorbereitungen auf reale Probleme des Lebens anbieten. Probleme, die in der Schule oft aus dem Raster fallen. Dazu gehört Selbstverteidigung, Umgang mit Digitalem, Aufklärung über Sucht oder Sexualkunde. All das ist gerade jetzt zur Fastnachtswoche, wo es ans ausgelassene Feiern geht, sehr sinnvoll, so die Schulleitung. Sinnvoll sei es aber generell, denn die WRS hat dieselben Probleme mit Alkohol, Gewalt und Mobbing wie alle anderen auch. Probleme, bei denen die Lehrer wissen, dass sie oft nur wenig mitbekommen.

      Als berufliches Gymnasium sieht sich die WRS auch in der Pflicht, die Schüler den Zugang zu solchen Experten zu ermöglichen. Gerade, um sie optimal auf die berufliche Realität vorzubereiten. Ebenso sollen sie die Weichen im Leben Stellen können, um Brennpunkte zu verhindern, bevor sie entstehen. Daher auch Präventionswochen. Am Ende ist es nämlich immer besser, zu wissen, wie man einen Übergriff verhindert, bevor man ihn hilflos von außen betrachtet.

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