Karlsruhe
Umweltverschmutzung? Ölige Flüssigkeit in Alb nachgewiesen
Diesmal rückte die Karlsruher Feuerwehr nicht ins Stadtgebiet, sondern in einen Vorort aus. In Karlsruhe-Bulach in einen Nebenfluss der Alb wurde am gestrigen Nachmittag nämlich eine ölige Flüssigkeit im Wasser nachgewiesen. Eine Flüssigkeit, die erst identifiziert und dann von den Rettungskräften bereinigt werden muss.
Der ölige Teppich im Wasser des Malscher Landgrabens wurde gestern Nachmittag entdeckt. Seit 16:45 Uhr sammeln sich drei Feuerwehr- und ein Polizeifahrzeug um das verunreinigte Gewässer bei Karlsruhe-Bulach. Mittels Ölschlängeln dämmen die Einsatzkräfte die Verschmutzung ein und versuchen somit so gut es geht, eine Ausbreitung zu verhindern. Ob es sich bei der öligen Substanz tatsächlich um ein Öl handelt – derzeit noch unklar. Das Umweltamt Karlsruhe ist laut Aussagen der Stadt damit beschäftigt, diese Frage zu beantworten. Allerdings seien die zuständigen Mitarbeitenden aufgrund der beginnenden Feiertage nicht mehr zu erreichen.
Ob die Verunreinigung durch Fahrlässigkeit oder eine bewusste Straftat entstanden ist – derzeit ebenfalls nicht bekannt. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, sei dies aber Gegenstand von Ermittlungen. Erste Vermutungen seien aber noch nicht öffentlichkeitstauglich. Wann die Säuberung abgeschlossen sein wird, kann derzeit ebenfalls nicht gesagt werden, da hierzu Informationen des Umweltamtes nötig wären.
Und wir bleiben bei der Alb. Denn solche Verschmutzungen wie die am Malscher Landgraben haben für Tiere, Natur und möglicherweise auch für viele Karlsruher Auswirkungen – schließlich ist die Alb, die über Karlsruhe Rüppurr, durch die Günther Klotz Anlage und dann weiter über Grünwinkel in den Rhein fließt, eine kleine Oase der Erholung mitten in der Fächerstadt. Umso wichtiger also die Frage, wie es um die Alb als Gewässer bestellt ist.
Ein Ort der Schönheit und Erholung – Die Alb ist nicht nur ein kulturell großer Bestandteil der Fächerstadt, sondern auch aus ökologischer Sicht ist sie sehr wichtig für die Karlsruher. Sie gehört zu den fischökologisch bedeutendsten Flüssen im Bearbeitungsgebiet Oberrhein. Das Tiefbauamt der Stadt hat gestern zu einem Treffen eingeladen mit dem Thema Ökologischer Zustand der Alb.
Die Neugestaltung der Fischtreppe war laut der Stadt ein Erfolg. Es konnten dadurch neue Lebensräume für die am Boden der Gewässer lebenden Arten geschaffen werden. Kritik kommt vom Angelverein Karlsruhe, der gestern auch am Treffen teilnahm. Hier ist man nicht einverstanden mit der ökologischen Instandhaltung der Stadt.
Allerdings sind Ausbaggerungen oder Sandfänge laut der Stadt nur beschränkt sinnvoll, wenn Sie aus Gründen des Hochwasserschutzes erforderlich sind.
Ein gemeinsamer Nenner konnte gestern aber noch nicht gefunden werden. Doch laut Bürgermeister Fluhrer sei das Ziel der beiden Parteien das gleiche: Das Wohl der Alb.